Weißweine aus der Saale-Unstrut Region

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Während ein zu kalt servierter Wein sein Aroma nicht richtig entfalten kann und sich eher verschlossen präsentiert, tritt bei einem zu warmen Wein der Alkohol in den Vordergrund. Die optimale Trinktemperatur für Weißwein liegt zwischen 8°C für leichte, frische und 14°C für volle, aromatische Weine.

Zur Aufbewahrung einer bereits geöffneten Flasche sollte diese wieder gut verschlossen werden, da der Wein sonst durch den Kontakt mit dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff oxidiert und dabei an Bukett und Geschmack verliert. Bei kühler Lagerung hält sich der Wein so ein bis zwei Tage.

Zur Herstellung von Weißwein werden die Trauben nach der Lese zuerst von Ihren Stielen und Blättern befreit, da in diesen unerwünschte Gerbstoffe enthalten sind. Anschließend werden sie schnellstmöglich gekeltert, d.h. bei möglichst niedriger Temperatur gepresst. Aus 115 Kilogramm Trauben entstehen so ca. 100 Liter Maische.
 
Nach einer Standzeit der Maische von max. 24 Stunden, in welcher sich Aromen aus der Schale lösen, wird der Most von den Traubenrückständen durch pressen getrennt. Es verbleiben somit ca. 65-85 Liter Most, der Rest wird als Trester bezeichnet. Um eine Oxidation und die unerwünschte Vermehrung von Mikroorganismen zu verhindern, wird der Fruchtsaft geschwefelt.

Die Zugabe von Hefekulturen leitet den Gärungsprozess ein, wobei der im Most enthaltene Zucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt wird. In diesem Zustand wird die Flüssigkeit als Federweißer bezeichnet. Zur Erzeugung von halbtrockenem oder lieblichem Wein kann die Gärung vorzeitig unterbrochen werden. Eine weit verbreitet Praxis zur Erzeugung von Weinen mit ausreichend hohem Alkoholgehalt ist die Anreicherung des Mostes mit Zucker während der Gärung. Diese ursprünglich zur Rettung schwacher Jahrgänge nach Ihrem Erfinder, dem französischen Chemiker Chaptal "Chaptalisieren" benannte Methode wird heutzutage zur Erzeugung von Weinen mit ausreichend hohem Alkoholgehalt verwendet.

Nach Abschluss der alkoholischen Gärung werden dem Wein meist Bakterienkulturen zur Einleitung der Milchsäuregärung zugegeben. Dies dient zum Abbau des Säuregehaltes. Um die am Boden abgelagerte Hefe vom Wein zu trennen, wird dieser nun abgestochen, d.h. umgefüllt.
Nun beginnt die drei bis sechsmonatige Reifung des Jungweines, bei der die noch verbliebene Feinhefe nachgärt, Eiweiße abgebaut werden und sich die Salze der Weinsäure (Weinstein) ablagern.
Zum Abschluss erfolgen je nach Bedarf Filtration, Nachbehandlung und Schönung des Weines, wodurch das Aussehen des Weines verbessert und der Geschmack harmonisiert wird.

Bezogen auf die Rebfläche wird im Weinanbaugebiet Saale-Unstrut ca. 75% Weißwein angebaut. Eine Aufstellung der fünf Hauptrebsorten bietet nachfolgende Tabelle.

RebsorteErtragsrebfläche [ha]Anteil an Gesamtfläche [%]
Müller-Thurgau119,4318,60
Weißburgunder77,1112,01
Silvaner56,818,85
Riesling47,677,43
Kerner41,756,50
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